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Wissenswertes


 

 

 

 

 
Die moderne Haustechnik besteht aus komplexen ineinanderfassenden Techniken. In der frühen Planungsphase eines Neubaus oder einer Sanierung sollte bereits das Konzept für die Haustechnik erarbeitet werden. Das gewährleistet eine auf das Gebäude abgestimmte Technik.


Solare Strahlungsenergie (Licht)

 

Die Sonne liefert pro Jahr mehr als viermal soviel Energie wie die gesamte Menschheit verbraucht. Das Energiepotential aus erneuerbaren Energiequellen (Sonne, Wasser, Wind, Biomasse usw.) ist nach unserer Zeitmessung unerschöpflich und reicht aus, um jedes Land der Erde dauerhaft und umweltfreundlich mit Energie zu versorgen. Eine mutige und konsequente Handlungsweise kann innerhalb von drei bis vier Jahrzehnten eine solche "Energiewende" hin zu einer Energieversorgung vollständig aus erneuerbaren Quellen schaffen.

 

Die Sonnenstrahlung wird auf dem Weg zur Erde aufgrund der großen Entfernung und der Verluste beim Durchgang der Atmosphäre reduziert. Extraterrestrische Sonnenstrahlung - außerhalb der Atmosphäre - weist einen Energiestrom von ca. 1350 Watt/m² auf. Die Atmosphäre lässt vom Sonnenspektrum nur bestimmte Wellenlängen passieren. Ein Großteil der Sonnenstrahlung gelangt nicht durch die Atmosphäre. Dieser Vorgang wird Extinktion genannt. Wellenbereiche, in denen die Atmosphäre durchlässig ist, werden Fenster genannt. Es gibt ein "optisches Fenster", welches u.a. den Bereich des sichtbaren Lichts beinhaltet und ein "Fenster" im hochfrequenten Bereich. Auf der Erdoberfläche kommen unter günstigen Bedingungen, das heißt bei klarem Himmel, ca. 1000 Watt/m² an. Trübe Tage weisen lediglich eine Einstrahlung von 200 Watt/m² auf. Durch die Erddrehung und die Bewegung um die Sonne schwankt der Energiestrom in Abhängigkeit der Tageszeit und den Jahreszeiten. Die durchschnittliche Sonnenscheindauer in unserer Gegend beträgt ca. 1500 Stunden pro Jahr. Über das Jahr ergibt sich eine eingestrahlte Energiemenge von ca. 1000 kWh/m². Davon entfallen ca. 75% auf das Sommerhalbjahr und der Rest auf das Winterhalbjahr. Die optimale Neigung eines Kollektors ist im Sommerhalbjahr zwischen 30 und 40 Grad. Im Winterhalbjahr ist eine Neigung von 50 bis 60 Grad günstiger. Bei einer Abweichung aus der Südrichtung ergibt sich im Sommer eine Einbuße der Strahlungsausbeute von ca. 5%.